Streckenflugseminar

Auf dem Flugplatz Klippeneck bei Rottweil veranstaltete unser Dachverband der BWLV ein Streckenflugseminar.

Gezielt wurde in drei Tagen das theoretische Wissen, umrandet mit Praxistipps, widerholt und vertieft. Von der Fliegergruppe Hülben e.V. nahm Julien Brosch daran teil.


Am ersten Tag wurde ausführlich auf das Thema Außenlandung eingegangen und auf welche Dinge man besonders achten sollten, damit die sichere Landung auf unbekannten Gelände gelingt. Viele Fußgänger fragen sich wie es zur Außenlandung kommt. Wichtig zu wissen ist, dass die Außenlandung eintritt, wenn der Segelflugpilot keine aufsteigenden Luftmassen mehr findet. In ausreichend sicherer Höhe wird dann beispielsweise ein großes weites Feld von der Luft aus bewertet und sich für die Landung entschieden. Dabei handelt es sich um keine Notlandung, sondern um eine Außenlandung, welches jedes Segelflugzeug legal in Deutschland machen darf. Eine Notlandung wäre, wenn dem Piloten ein schwerwiegender technischer Defekt auffällt oder Gefahr für Leib und Leben besteht.

Am zweiten Kurstag erklärten die Blaubeurener Spitzenpiloten Sebastian und Charly Bauder wie genau Thermik entsteht und unter welchen Bedienungen sie beeinflusst wird. Mittlerweile haben sich mehrere Meteorologen mit der Thematik befasst, allerdings gibt es verschiedene Thermikmodelle. Untermalt mit vielen Tipps aus dem Fliegerleben wurde den Lehrgangsteilnehmern das Thermik erkennen und (er)fliegen beigebracht.


Der dritte und letzte Theorietag befasste sich mit der Streckenplanung anhand eines speziellen Wetterberichtes. Der Streckensegelflug sollte immer so geplant sein, dass die Route an Waldränder oder Hangkanten erfolgt und dass keine Sicherheitsrelevanten Lufträume durchflogen werden müssen. Dabei sollte der Pilot immer das Wetter lesen können und flexibel die Route anpassen.


Der Streckenflug benötigt aber noch viel mehr als nur reines Talent. Man sollte sich unter der Woche geistig und körperlich immer fit halten. Zusätzlich muss man sich über Jahre hinweg mit der Meteorologie beschäftigen um möglichst weite Strecken zu erfliegen. Hinzu kommt, dass der Pilot am Heimatplatz viel üben sollten.

Übrigens, der Rekord im Streckensegelflug liegt bei 3008,8 km in 15 Stunden und 17 Minuten der vom Segelflugprofi Klaus Ohlmann in Argentinien erflogen wurde.

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